Meine Hauptinteressengebiete sind Phonetik, Morphologie und Syntax, und zwar besonders unter typologischen Gesichtspunkten. In grammatiktheoretischer Hinsicht bin ich nicht an eine Denkrichtung wie Strukturalismus oder Generativismus gebunden.
Mein Forschungsinteresse ist sowohl synchron als auch diachron; in den Publikationen dominiert letzteres. Eine besondere Vorliebe habe ich für das Erforschen von Lautgesetzen. Ein weiteres Thema sind Sprachfamilien und Sprachverwandtschaft, dazu auch das Thema Untergruppierung einer Sprachfamilie oder eines Zweiges.
Geographisch lagen gewisse Schwerpunkte meiner Arbeit an (relativ gesehen) weniger erforschten Sprachen Europas, z. B. des Baltikums. Außerdem sind die Sprachen Nordamerikas, Afrikas und des Kaukasus ein Beschäftigungsfeld. Ich interessiere mich jedoch für sämtliche Sprachen der Welt. Dies entspringt der Ansicht, daß das Verständnis dafür, was Sprache ist, letztendlich nur darüber wachsen kann, was Sprachen sind. Daher muß die Allgemeine Sprachwissenschaft einen globalen Anspruch und Untersuchungsrahmen haben.
N. B.: Nicht an dieser Stelle aufgeführt ist meine Lehrtätigkeit an der Universität Hamburg; die Informationen dazu befinden sich
auf dieser Seite.
Die Signaturen der im folgenden genannten wissenschaftlichen Arbeiten beziehen sich auf die Bibliotheken der Universität Hamburg. Um die Signaturen an anderen Universitäten herauszufinden (falls dort vorhanden, oft hat man jedoch Glück), lassen sich die Recherchemöglichkeiten vor Ort oder über das Internet benutzen.
In vielen meiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen werden Forschungsprobleme gelöst, über die schon lange diskutiert worden war. Z. B. ist es mir gelungen, in einem Artikel von 2003 das Wintersche Gesetz des Balto-Slawischen in seine endgültige Form zu bringen. Das gleiche gilt seit Herbst 2005 auch für das Brugmannsche Gesetz. Die beiden neuen Artikel in Amerindian Research (2008a, 2008b) bieten die bislang zuverlässigste Klassifikation der Sprachen Nordamerikas. (Bibliographische Angaben s. unten.)
Alle meine Veröffentlichungen erscheinen in alter Rechtschreibung. So vorzugehen kann man empfehlen; meistens ergibt sich gar kein Problem mit Verlagen und Fachzeitschriften. Ich entgehe mit dieser Entscheidung sinnentstellenden Auseinanderschreibungen, setze den Leser nicht ständiger Ablenkung durch Neuschrieb aus und vieles mehr. Der Hinweis darauf, daß alle meine Texte in alter Rechtschreibung erscheinen, geschieht - besonders bei meinen Büchern - auch im wirtschaftlichen Interesse, denn die Anschaffungsentscheidung fällt leichter, wenn man dies weiß.
Holst, Jan Henrik (2001):
Lettische Grammatik. Hamburg: Buske. 247 Seiten. 29,80.
Bernardo Christophe empfiehlt in seinem Sprachführer Lettisch Wort für Wort, 3. Auflage, S. 140, sieben Quellen zum Lettischen, darunter diese.
ISBN 3 - 87548 - 289 - 1
Phonetik: HFc A 2870
SUB: A / 430630 & 2001 U 2191 & 2001 U 2192
SUB-Lesesaal: H Ling 323
Holst, Jan Henrik (2005):
Einführung in die eskimo-aleutischen Sprachen. Hamburg: Buske. 280 Seiten. 34,80.
"Handbuch mit hochinteressanten Inhalten", "Was auf den ersten Blick als "trockene" Abhandlung in schlichter Aufmachung erscheint, erweist sich für den Interessenten als lehrreiche und spannende Lektüre." - Rudolf Oeser in Amerindian Research 02/2007, S. 57, 58.
ISBN 3 - 87548 - 386 - 3
Phonetik: HVb A 2880
SUB: A / 440498
NEU:
Holst, Jan Henrik (2008):
Reconstructing the mutation system of Atlantic. Neuried: ars una. 108 Seiten. 28,00.
ISBN 978 - 3 - 89391 - 172 - 1
Back cover text:
This book presents a wealth of new insights on the Atlantic languages, spoken mainly in West Africa, but containing also Fulfulde, which is today the geographically most widespread African language. The study is also of relevance for neighbouring and other languages. It may therefore prove interesting for linguists working in various areas.
The genetic unity of the Atlantic language family is demonstrated, and a new subgrouping is established. Then a general survey of the mutation systems of the world's languages is given. In linguistics mutations is the designation for initial consonant alternations. Subsequently, the mutation system of Atlantic is reconstructed. The results have a bearing on exploring the prehistory of West Africa.
Dr. Jan Henrik Holst studied linguistics at the University of Hamburg. Among his book publications are Lettische Grammatik (2001) and Einführung in die eskimo-aleutischen Sprachen (2005). He is working on languages from all continents, and his research interests include typology, language classification, historical linguistics and the interplay of language and culture.
BRANDNEU:
Holst, Jan Henrik (2009):
Armenische Studien. Wiesbaden: Harrassowitz. 320 Seiten. 64,00.
ISBN 978 - 3 - 447 - 06117 - 9
Welche Aussprache verbirgt sich hinter den altarmenischen Buchstaben? Wie entstanden die armenische Sprache und die Armenier? Mit diesen und anderen Fragen setzt sich dieses Buch forschend auseinander. Es erzielt erhebliche neue Erkenntnisse - wobei neben den Kenntnissen in Indogermanistik und Armenistik auch diejenigen in Phonetik, den kaukasischen Nachbarsprachen und auf anderen Gebieten ertragreich verwertet werden. Der Buchtitel ist ein alter Traditionstitel, mit dem schon mehrere Wissenschaftler ihre Arbeiten zur armenischen Sprache benannt haben. Es handelt sich um ein wissenschaftliches Buch, jedoch bei einigem sprachhistorischen Verständnis gut lesbar, und in manchen Passagen dürfte es geradezu spannend sein. Unter anderem wird die balkanindogermanische Theorie endlich bewiesen: Damit steht jetzt fest, daß die armenische Sprache ursprünglich aus Südosteuropa stammt.
Anmerkung: Das Cover des Buchs ist dunkler als bei der Darstellung, die im Internet sichtbar ist.
Für weitere Informationen bitte mich kontaktieren.
IST ZUR ZEIT IM ERWERBUNGSPROZESS DER SUB: A 2010 / 2453
In eckigen Klammern sind, falls abweichend, die tatsächlichen Erscheinungsjahre angegeben; bei Zeitschriften verzögert sich das Erscheinen manchmal in ein anderes Jahr hinein.
Holst, Jan Henrik (1998):
Ein bisher unentdecktes Lautgesetz im Albanischen und damit im Zusammenhang stehende Betrachtungen. S. 83 - 98 in: Historische Sprachforschung 111.
ASW / IDG: C K. Z.
SUB-Lesesaal: Z Ling X / 5216
Holst, Jan Henrik (2001) [Januar 2002]:
Die Herkunft des estnischen Vokals õ. S. 57 - 98 in: Journal de la Société Finno-Ougrienne / Suomalais-Ugrilaisen Seuran Aikakauskirja 89.
Phonetik: HNc A 2880 (als Sonderdruck)
Finnougristik (im Zeitschriftenband)
Holst, Jan Henrik (2003):
Eine Ausnahme des Winterschen Gesetzes. S. 149 - 173 in: Historische Sprachforschung 116.
Corrigendum: S. 168, Abschnitt 7, Zeile 3: Statt "Frikative" lies "Plosive"
ASW / IDG: C K. Z.
SUB-Lesesaal: Z Ling X / 5216
Holst, Jan Henrik (2004) [September 2005]:
Das Brugmannsche Gesetz und sein Bezug zum Winterschen Gesetz. S. 159 - 178 in: Historische Sprachforschung 117.
ASW / IDG: C K. Z.
SUB-Lesesaal: Z Ling X / 5216
Mehr zu diesem Artikel
Holst, Jan Henrik (2006) [Februar 2007]:
Die Herkunft der estnischen Diphthonge ae, äe, oe und õe. S. 67 - 84 in: El Mogharbel, Christliebe / Himstedt, Katja (Hrsg.): Phonetik und Nordistik. Festschrift für Magnús Pétursson zum 65. Geburtstag. Frankfurt am Main: Theo Hector.
ISBN 3 - 930110 - 24 - 5
Phonetik: C A 5695
Holst, Jan Henrik (2007):
Nilotic and Eastern Sudanic phonology in a wider perspective. S. 89 - 98 in: Payne, Doris / Reh, Mechthild (Hrsg.): Advances in Nilo-Saharan linguistics. Proceedings of the 8th Nilo-Saharan Colloquium, University of Hamburg, August 22-25, 2001. Köln: Köppe.
Unfortunately all IPA signs were put in italics without letting me know; please try to ignore this while reading.
ISBN 978 - 3 - 89645 - 140 - 8, ISSN 0932 - 1993
Afrikanistik: 27491 / IO: Pay
SUB: A 2007 / 11413
NEU:
Holst, Jan Henrik (2008a):
Indianersprachen: Ein Forschungsgebiet stellt sich vor. S. 10 - 24 in: Amerindian Research Band 3/1, Nr. 7.
SUB-Lesesaal, an Theke herausgebbar: X / 13456
NEU:
Holst, Jan Henrik (2008b):
Geschichte der Klassifikationen der nordamerikanischen Indianersprachen. S. 226 - 237 in: Amerindian Research Band 3/4, Nr. 10.
SUB-Lesesaal, an Theke herausgebbar: X / 13456
WIRD ERSCHEINEN:
Holst, Jan Henrik:
Zur germanischen Satzgliederstellung. In: Bachmann, Armin R. / El Mogharbel, Christliebe / Himstedt, Katja (Hrsg.): Form und Struktur in der Sprache. Festschrift für Elmar Ternes. Tübinger Beiträge zur Linguistik 499. Tübingen: Narr.
ISBN 978 - 3 - 8233 - 6286 - 9
WIRD ERSCHEINEN:
Holst, Jan Henrik:
The etymology and linguistic history of Armenian gayl "wolf". In: Historische Sprachforschung 121.
Holst, Jan Henrik (1993):
Typologie der Vokalharmonie in den Sprachen der Welt.
Am lesefreundlichsten ist eine Version mit neuerem Layout von 1997/98:
Phonetik: W 2880 a
Finnougristik: 10 / 42 | 61
Außerdem in der Universität Frankfurt am Main vorhanden.
Diese beiden folgenden Texte befinden sich auf den auch sonst sehr empfehlenswerten Seiten von Schrift & Rede www.sprachforschung.org.
- Der Zunahmi (7.2.2007) jetzt auch bequem per Link erreichbar
- Der Justizirrtum zum Wörtchen man (3.4.2007) jetzt auch bequem per Link erreichbar
Die Klassifizierung der nordamerikanischen Indianersprachen
19.9.2000
Organisation: Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft
Nilotic and Eastern Sudanic phonology in a wider perspective
22.8.2001
Anlaßß: 8th Nilo-Saharan colloquium
Schriftliche Fassung jetzt als Artikel veröffentlicht, s. oben.
Die Sprachfamilien der Erde
22.2.2005
Organisation: Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft
Im Zusammenhang mit diesem Vortrag entstand ein
Text gegen die Rechtschreibreform.
Altgriechisch in Originalaussprache
30.3.2007
Anlaß: Emeritierung von Prof. Dr. Elmar Ternes
Forschungsfragen zu den mesoamerikanischen Indianersprachen
20.11.2008
Anlaß: Mesoamerikanistisches Kolloquium
Deutsch und Russisch: eine entfernte Sprachverwandtschaft und ihre Urbarmachung
21.9.2009
Gehalten an der Linguistischen Universität Nizhnij Novgorod, Rußland
Neue Erkenntnisse zur armenischen Sprache
6.12.2009
Gehalten beim Armenischen Kulturverein, Hamburg
U. Meinz (1999, heute tätig im Bereich der Computerlinguistik), S. Wagner (2008), C. Voggenreiter (2008).
Gerne können weitere Studierende anfragen (e-mail-Adresse auf Startseite).